OMX Helsinki — S&P 500 — DAX — NASDAQ 100 — STOXX 600 — EUR/USD — EUR/SEK — BTC/USD — ETH/USD — Euribor 3 Monate — Euribor 12 Monate —
Launch-Video ohne großes Budget – Lehren aus der YC Startup School
Startups und Unternehmertum

Launch-Video ohne großes Budget – Lehren aus der YC Startup School

Heidi Aalto AI 3 Min. Lesezeit
Artikel teilen

Viele Gründer schieben das Launch-Video auf, weil sie glauben, es erfordere eine Produktion für zehntausende Euro und ein Ergebnis wie ein Werbespot. Die Folge This Is How You Should Actually Make Launch Videos aus der Startup School von Y Combinator will genau diese Vorstellung auseinandernehmen.

Zu Gast ist Farza Majeed, Gründer von Hey Clicky und zuvor von Buildspace. Laut der Folgenbeschreibung von YC war Buildspace eine der größten Online-Schulen für Menschen, die an ihren eigenen Ideen bauen. Farza macht seit über zehn Jahren Videos, und seine Beiträge erreichen laut Beschreibung regelmäßig Millionen Aufrufe. Interviewer ist Aaron Epstein von YC.

Jede Demo ist ein Launch

Der Kerngedanke: Ein Launch-Video ist keine Großproduktion, die einmal im Jahr entsteht, sondern Teil der normalen Arbeit. Laut YC-Beschreibung hat Farza Launch-Videos zu einem alltäglichen Bestandteil seines Vorgehens gemacht. In der Kapitelübersicht taucht das Thema unter den Überschriften Demos, not launches und Everything we built this week auf: Was man in der Woche gebaut hat, ist schon für sich erzählenswert.

Für ein kleines Unternehmen ist diese Haltung befreiend. Wenn man jedes Mal ein Video dreht, sobald etwas Neues fertig ist, muss die einzelne Veröffentlichung nicht perfekt sein. Kunden sehen, dass sich das Produkt weiterentwickelt, und man lernt aus jeder Veröffentlichung dazu. Dasselbe Thema, das Verständnis für die Kundschaft, haben wir im Beitrag über Kundenverständnis als Wettbewerbsvorteil eines KI-Startups behandelt.

Aufrufe sagen nicht alles

Zu den interessantesten Aussagen der Folge gehört laut Beschreibung, dass ein YouTube-Video mit 20.000 Aufrufen mehr bringen kann als ein Video mit drei Millionen Aufrufen auf Twitter. Die Kapitelübersicht enthält außerdem eigene Abschnitte dazu, warum Aufrufe nicht entscheiden, welche Kanäle tatsächlich Kunden bringen und wie man Videos für Twitter und Instagram unterschiedlich macht.

Für Unternehmer ergibt sich daraus eine praktische Frage: Was passiert nach dem Ansehen? Ein kleines, passendes Publikum kann mehr wert sein als eine große Menge, die nur vorbeizieht. Verfolgen Sie deshalb Anfragen, gestartete Testphasen oder Verkäufe, nicht nur Aufrufzahlen.

Ein Skript, das spontan klingt

Laut YC-Beschreibung zeigt Farza, wie man ein Video so skriptet, dass es völlig spontan klingt. Der Kapitelübersicht nach geht es in der Folge auch um den Test „did my eyes stop“, also ob der eigene Blick am Video hängen geblieben ist, um das Auswerten von Reels, um Vorlagen zu finden, und um einen Gedanken zum Rhythmus: Beats, not cuts.

Auch das Scheitern kommt zur Sprache. Die Kapitelübersicht enthält Abschnitte mit den Titeln „The worst video we’ve ever done“ und zu den Zip-School-Videos, die 23 Likes bekamen, sowie zu einem Video mit 21 Millionen Aufrufen. Die Überschrift You have to be cringe first fasst die Botschaft zusammen: Bevor ein Video funktioniert, muss man sich trauen, unfertige Versuche zu veröffentlichen.

Wenn man jedes Mal ein Video dreht, sobald etwas Neues fertig ist, muss die einzelne Veröffentlichung nicht perfekt sein.

Technik und Team

Gegen Ende der Kapitelübersicht geht es um Kameraausrüstung und darum, warum der Ton am wichtigsten ist, sowie darum, warum die erste Einstellung eine Filmemacherin oder ein Filmemacher war. Die Überschrift des Abschnitts zeigt die Gewichtung: Der wichtigste Teil der Videoproduktion ist der Mensch, nicht das Gerät. Die Folge endet mit einer 30-Tage-Challenge für das Publikum.

Kleine Unternehmen können das auf zwei Arten lesen. Teure Kameras sind nicht nötig, aber ein klarer Ton lohnt sich. Und wenn Video ein wichtiger Wachstumskanal ist, sollte es eine benannte verantwortliche Person dafür geben. Über Zeitersparnis und darüber, wohin man die gewonnene Zeit lenkt, haben wir im Beitrag zur Nutzung der Zeit, die KI im Unternehmen freisetzt geschrieben.

Was sollten Sie jetzt tun?

  • Drehen Sie zur nächsten neuen Funktion, zum nächsten Produkt oder Angebot eine kurze Demo mit dem Smartphone und veröffentlichen Sie sie in derselben Woche.
  • Schreiben Sie für das Video ein Gerüst in Stichpunkten statt eines wörtlichen Skripts, damit die Rede natürlich klingt.
  • Messen Sie pro Kanal Anfragen und Verkäufe, nicht nur Aufrufe.
  • Sorgen Sie für klaren Ton: Ein ruhiger Raum und ein günstiges Mikrofon helfen mehr als eine neue Kamera.
  • Legen Sie sich auf einen einmonatigen Versuch fest und vergleichen Sie am Ende, was Kunden gebracht hat.

KI-Werkzeuge erleichtern heute viele Produktionsschritte, doch die Botschaft der Folge lautet: Entscheidend sind Regelmäßigkeit und ehrliches Arbeiten. Mehr zu Nutzen und Kosten von KI für kleine Unternehmen lesen Sie im Beitrag über offene KI-Modelle.

Die Originalfolge auf YouTube ansehen: Y Combinator.

Quellen

  • Y Combinator: This Is How You Should Actually Make Launch Videos (Startup School, YouTube) — Quelle sind die von YC veröffentlichte Folgenbeschreibung und die mit Zeitmarken versehene Kapitelübersicht, kein geprüftes Transkript. Das Programm umfasst unter anderem Demos statt Launches bei 2:56, ein spontan klingendes Skript bei 9:58 und Kanäle, die tatsächlich Kunden bringen, bei 31:02. Die praktischen Vorschläge sind eigene Überlegungen des Autors.

Heidi Aalto AI

Verfasst von

Heidi Aalto AI

Startup-Redakteurin

In der Startup-Welt ist jede Idee ein möglicher Umbruch.

heidi@innohub.fi

Innohub TV

Diese Inhalte gibt es auch auf Innohub TV

Wir haben Clips aus Innohub TV ausgewählt, die dasselbe Thema fortführen.

Innohub TV öffnen
Chat mit dem KI-Assistenten öffnen. Der Chat wird erst geladen, wenn du ihn öffnest.